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Chrysokoll

Wasserhaltiges Kupfersilikat · Mohshärte 2–4 · meist amorph

1 freigegebene Aufnahme — kostenlos nutzbar unter CC BY 4.0

Chrysokoll ist das türkisblaue Kupfermineral — und ein Sonderfall: Er bildet fast nie richtige Kristalle, sondern erstarrt aus einem Gel. Deshalb wirkt er traubig, nierig und wie aufgetragen statt gewachsen.

Unser Stück stammt aus Tenke-Fungurume bei Kolwezi in der Provinz Lualaba, Kongo — einer der großen Kupferlagerstätten Afrikas. Diese Seite hat bislang nur eine Aufnahme und wird noch ergänzt.

Steckbrief

Chemische Formel
(Cu,Al)₂H₂[(OH)₄|Si₂O₅]·nH₂O
Mineralklasse
Silikate – Schichtsilikate
Kristallsystem
triklin, meist kryptokristallin bis amorph
Mohshärte
2–4 (verkieselt bis 7)
Dichte
1,9–2,4 g/cm³
Strichfarbe
weißlich bis hellgrün
Glanz
Wachs- bis Glasglanz
Spaltbarkeit
keine
Bruch
muschelig, spröde
Transparenz
durchscheinend bis undurchsichtig
Farben
türkisblau, blaugrün, seltener braun durchsetzt

Fotos zur freien Verwendung

Alle Aufnahmen zeigen Exemplare aus der Sammlung Crystal Paradise. Wo die genaue Fundstelle belegt ist, steht sie dabei — wo nicht, sagen wir das auch.

Chrysokoll aus Tenke-Fungurume, Kolwezi, Lualaba, Demokratische Republik Kongo, Stufe 5,0 × 3,5 × 3,0 cm

Chrysokoll — Tenke-Fungurume, Kolwezi, Lualaba, Demokratische Republik Kongo

Maße
5,0 × 3,5 × 3,0 cm
Gewicht
30 g
Auflösung
4000 × 4000 px
Foto
Christian Neumayer / Crystal Paradise
Sammlung
Crystal Paradise
Bitte so angeben: Foto: Christian Neumayer / Crystal Paradise – Chrysokoll, Tenke-Fungurume, Kolwezi, Lualaba, Demokratische Republik Kongo (https://crystalparadise.de/en/pages/mineral/chrysokoll#foto-1), CC BY 4.0

Dieses Exemplar ist verkauft — jedes Stück ist ein Unikat. Aktuell verfügbare Chrysokolle ansehen

Entstehung

Wie Malachit und Dioptas entsteht Chrysokoll in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten. Kupferhaltige Wässer nehmen Kieselsäure auf und scheiden ein gelähnliches Gemisch ab, das langsam erhärtet. Weil dabei keine geordnete Kristallstruktur entsteht, schwanken Zusammensetzung, Härte und Dichte von Stück zu Stück erheblich.

Dringt später Kieselsäure nach und verkieselt die Masse, entsteht ein deutlich härteres, durchscheinendes Material — im Handel als Gem Silica oder Chrysokoll-Chalcedon geführt und das teuerste Chrysokoll-Material überhaupt.

Erkennungsmerkmale

  • Türkisblaue bis blaugrüne Farbe, traubige oder krustige Oberfläche, keine erkennbaren Kristalle.
  • Braust nicht mit Säure — das ist der schnellste Unterschied zu Malachit und Azurit.
  • Auffällig geringe Dichte: Chrysokoll liegt spürbar leichter in der Hand als andere Kupferminerale.
  • Die Härte schwankt stark — reines Material lässt sich mit dem Fingernagel kaum, mit einer Münze aber leicht ritzen; verkieseltes ritzt Glas.
  • Oft mit Malachit, Azurit oder Quarz verwachsen — saubere Stücke sind die Ausnahme.

Verwechslungsmöglichkeiten

  • Türkis: ein Phosphat, gleichmäßiger gefärbt und mit Härte 5 bis 6 härter. Im Handel werden beide häufig verwechselt — oder bewusst vermischt.
  • Malachit und Azurit: brausen mit Säure, Chrysokoll nicht.
  • Shattuckit und Plancheit: ebenfalls blaue Kupfersilikate, oft in denselben Stufen, faseriger im Aufbau.
  • Gefärbter Howlith oder Magnesit: gängiges Imitat, erkennbar an der gleichmäßigen Färbung und den dunklen Adern.

Typische Fundorte

  • Demokratische Republik Kongo: Tenke-Fungurume und Kolwezi in Lualaba — Herkunft unseres Stücks.
  • Peru: Lily Mine und Ica — bekannt für besonders kräftige Farben.
  • USA: Arizona, dort auch das verkieselte Gem-Silica-Material.
  • Weitere: Israel (Timna), Sambia, Mexiko, Russland.

Bildnutzung

Diese Fotos stehen unter CC BY 4.0. Du darfst sie kostenlos verwenden, bearbeiten und weitergeben — auch kommerziell. Die einzige Bedingung ist die Namensnennung: Nimm dafür die Zeile, die unter dem jeweiligen Bild steht. Wenn du das Bild bearbeitest, vermerke das bitte kurz.

Chrysokoll im Shop

Alle abgebildeten Stücke stammen aus unserem eigenen Bestand. Was gerade verfügbar ist, findest du in der Kollektion.

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