Es gibt zwei Wege, wie ein Fremdmineral in den Quarz gelangt — und man sieht ihnen an, welcher es war.
Beim ersten war das andere Mineral zuerst da. Rutilnadeln und Turmalinstäbe sind bereits gewachsen, wenn der Quarz sich um sie herum bildet. Deshalb durchziehen sie den Kristall in beliebiger Richtung, ragen manchmal an einer Fläche heraus und wirken, als seien sie hineingesteckt worden. Rutil ist Titandioxid und bildet feine, goldene bis kupferrote Nadeln; die dichten Büschel tragen im Handel den Namen Venushaar.
Beim zweiten Weg lagert sich das Material während des Wachstums auf den Kristallflächen ab und wird überwachsen. So entsteht der Chlorit-Quarz, der als Gartenquarz oder Garden Quartz gehandelt wird: grüne, moos- oder landschaftsähnliche Gebilde im Inneren, die tatsächlich früheren Kristalloberflächen folgen. Er ist damit nah mit dem Phantomquarz verwandt — nur unregelmäßiger.
Ein dritter Fall sind Flüssigkeitseinschlüsse: winzige Hohlräume, in denen die ursprüngliche Wachstumslösung eingeschlossen blieb, manchmal mit einer beweglichen Gasblase. Sie sind der direkteste Beleg dafür, dass Kristalle aus Wasser wachsen.