Was ist der Unterschied zwischen Druse und Geode?
Beide bezeichnen einen mit Kristallen ausgekleideten Hohlraum. Als Geode bezeichnet man üblicherweise den allseits geschlossenen, rundlichen Körper, den man aufsägen oder aufschlagen muss. Druse ist der weitere Begriff und meint jeden kristallbesetzten Hohlraum, auch ein offenes Teilstück. Im Handel werden die Wörter oft synonym benutzt — ein Qualitätsunterschied steckt nicht dahinter.
Warum ist der Rand einer Druse gestreift?
Weil sich die Kieselsäure in Schüben abgeschieden hat. Jede Lage entspricht einer Phase mit leicht anderer Zusammensetzung — daher die Farbunterschiede. Kräftig blaue, pinke oder grüne Streifen sind allerdings ein Warnzeichen: Achat nimmt Farbstoffe gut auf, und gefärbte Scheiben sind im Handel verbreitet. Natürliche Töne bleiben in Grau, Weiß, Braun und Rot.
Wo stellt man eine Amethystdruse am besten auf?
Nicht in die direkte Sonne — und das hat einen handfesten Grund, der mit dem Wachstum zu tun hat. Das Violett des Amethysts beruht auf Farbzentren, die durch natürliche Strahlung im Gestein entstanden sind. UV-Licht baut sie wieder ab. Eine Druse, die jahrelang auf der Südfensterbank steht, verliert sichtbar an Farbe, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Ein heller Platz ohne direkte Sonne ist ideal.
Kann eine Amethystdruse gefärbt sein?
Der Amethyst selbst wird praktisch nie gefärbt — das funktioniert bei Quarz kaum. Häufiger ist das Gegenteil: Erhitzt man eine Amethystdruse, wird sie orange und wird als Citrindruse verkauft. Erkennbar bleibt sie am typischen Amethyst-Aufbau. Gefärbt wird dagegen häufig die Achatzone am Rand und gelegentlich das Muttergestein, damit der Kontrast kräftiger wirkt.