Artikel: Tigerauge als Wasserstein – warum wir zur indirekten Methode raten
Tigerauge als Wasserstein – warum wir zur indirekten Methode raten
Tigerauge als Wasserstein – warum wir zur indirekten Methode raten

Tigerauge als Wasserstein ist eine der häufigsten Fragen, die uns im Showroom gestellt wird – und eine der wenigen, auf die wir nicht mit einem schlichten Ja antworten. In unserer eigenen Heilstein-Datenbank steht Tigerauge als bedingt geeignet, während Bergkristall, Amethyst, Rosenquarz, Citrin, Aquamarin und Aventurin dort als geeignet geführt werden. Warum das so ist, was dahintersteckt und wie Du Tigerauge trotzdem sinnvoll mit Wasser verbinden kannst, erklärt dieser Artikel.
Was Tigerauge mineralogisch besonders macht
Tigerauge entsteht aus einem faserigen Mineral: Krokydolith, ein Amphibol aus der Asbestgruppe. Im Lauf der Gesteinsbildung wird dieses Fasergefüge durch Quarz ersetzt und verkieselt – übrig bleibt der seidige Schiller, für den der Stein bekannt ist. Genau dieser Vorgang, die sogenannte Pseudomorphose, gibt dem Tigerauge sein Aussehen.
Für die Praxis heißt das: Im massiven, polierten Stein sind die ehemaligen Fasern fest im Quarz eingeschlossen. Tigerauge anzufassen, zu tragen oder aufzustellen ist unbedenklich – so wird es seit Jahrhunderten verwendet. Die Mohshärte liegt bei 7, der Stein ist wasserunlöslich und chemisch stabil.
Warum trotzdem „bedingt" und nicht „geeignet"
Unsere Einstufung hat einen einfachen Grund: Trinkwasser ist ein anderer Maßstab als Handschmeichler. Bei einem Stein, der dauerhaft im Wasser liegt, kommt es auf die Unversehrtheit der Oberfläche an. Ist ein Stein angeschlagen, verkratzt oder rissig, liegt das Fasergefüge im Prinzip offener als bei einer geschlossenen Politur. Belegte Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch Tigerauge im Trinkwasser sind uns nicht bekannt – aber wir bewerten nicht nach Bekanntheit von Schadensfällen, sondern nach dem, was wir mit gutem Gewissen empfehlen können.
Dazu kommt eine Klarstellung, die wir für wichtig halten: Unsere Wassersteine sind bei Eurofins nach LFGB geprüft – sensorisch auf Geruch und Geschmack sowie auf die Abgabe von Blei und Cadmium. Diese Prüfung sagt nichts über Fasern aus. Wer mit einem Prüfbericht wirbt, sollte auch sagen, was darin nicht steht. Die Hintergründe zur Prüfung findest Du im Beitrag Gefärbte Wassersteine: warum Farbe im Trinkglas ein Problem ist.
Die indirekte Methode – so nutzt Du Tigerauge mit Wasser
Bei der indirekten Methode berührt der Stein das Trinkwasser nie. Das Ritual bleibt, das Thema ist vom Tisch:
- Karaffe mit getrenntem Einsatz. Der Stein sitzt in einer eigenen Kammer aus Glas, das Wasser fließt außen herum. Diese Bauart gibt es bei den crystalpower®-Trinkflaschen und Karaffen.
- Stein im Glasröhrchen. Ein verschlossenes Reagenzglas mit dem Stein wird in die Karaffe gestellt – die einfachste Variante, wenn Du schon eine Karaffe hast.
- Stein daneben. Klingt banal, ist aber die Form, die viele ohnehin praktizieren: Der Stein steht neben dem Glas auf dem Schreibtisch und begleitet das Trinken, ohne darin zu liegen.
Für alle drei Wege gilt: Der Stein bleibt trocken oder zumindest vom Trinkwasser getrennt, und die Frage nach der Oberfläche stellt sich nicht mehr.
Tigerauge in der Überlieferung
In der Steinheilkunde gilt Tigerauge als Stein der Kraft, des Mutes und des klaren Blicks und wird dem Solarplexuschakra zugeordnet. Ihm wird eine Wirkung auf Konzentration und klares Denken zugeschrieben: Er soll den Geist schärfen, Ablenkungen filtern und strategisches Handeln fördern. Überliefert ist außerdem seine Rolle als Schutz- und Glücksstein, der Neid und Fremdeinwirkung abschirmen soll. Körperlich wird er traditionell mit Verdauung, Augen und Knochengerüst sowie mit Ausdauer und Vitalität verbunden.
Diese Zuschreibungen stammen aus einer langen Überlieferungstradition. Sie sind wissenschaftlich nicht belegt und ersetzen keine ärztliche Behandlung.
Wenn Du einen Stein zum Einlegen suchst
Geht es Dir um Fokus und Klarheit und möchtest Du den Stein direkt ins Wasser legen, sind zwei andere naheliegend:
- Bergkristall – in der Überlieferung der Stein der Klarheit und universelle Verstärker, mineralogisch unkompliziert.
- Citrin – der Sonnenstein, traditionell mit Lebensfreude und Motivation verbunden.
Beide führen wir als geeignet, beide sind ungefärbt und geprüft. Eine Übersicht aller Steine, die wir für Wasser anbieten, findest Du unter Wassersteine kaufen. Das Tigerauge aus der Linie crystal flavours bleibt selbstverständlich im Sortiment – als Stein zum Tragen, für den Schreibtisch und für die indirekte Anwendung.
Häufig gestellte Fragen
Ist Tigerauge im Trinkwasser gefährlich?
Belegte Schadensfälle sind uns nicht bekannt, und im polierten Stein sind die ehemaligen Fasern fest im Quarz eingeschlossen. Wir stufen Tigerauge dennoch nur als bedingt geeignet ein, weil bei einem dauerhaft im Wasser liegenden Stein die Unversehrtheit der Oberfläche entscheidend ist. Mit der indirekten Methode stellt sich die Frage nicht.
Warum verkauft ihr Tigerauge dann als Wasserstein?
Weil es sich mit der indirekten Methode einwandfrei verwenden lässt – und weil wir lieber erklären als weglassen. Der Stein ist Teil unserer crystal-flavours-Linie und wird wie alle anderen ungefärbt und unbeschichtet geliefert.
Kann ich mein vorhandenes Tigerauge weiter benutzen?
Zum Tragen, Aufstellen und in der Hand halten uneingeschränkt. Für Wasser empfehlen wir die getrennte Anwendung. Wenn Du bisher anders vorgegangen bist, besteht kein Grund zur Sorge – prüfe einfach, ob die Oberfläche unbeschädigt ist.
Welche Steine sind eindeutig für Wasser geeignet?
Bergkristall, Amethyst, Rosenquarz, Citrin, Aquamarin und Aventurin. Welche Steine dagegen gar nicht ins Wasser gehören und warum, steht in unserer Übersicht Wassersteine: welche Edelsteine sind sicher.



























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